Fortsetzung der Geschichte:1922 - 1934

Das 1.Clubrennen war ein Erlebnis für die Bevölkerung und ein Erfolg für den Verein.

Der Kontakt zwischen der Dorfbevölkerung und dem Verein konnte verbessert

und weiter ausgebaut werden. Über die Resultate des 1.Clubrennens konnte

ich leider nichts mehr in Erfahrung bringen.

In den Jahren 1924-1926 nahm die Zahl der Mitglieder rapide ab,

nämlich von 41 auf 4. In der Zeit von Oktober 1924 bis Januar 1926 war ein

Mitglied als Aktuar tätig, der aus welchen Gründen es auch sein mag,

keine Kontrolle mehr geschrieben hat. Lag es vielleicht daran,

dass die Mitgliederzahl so geschrumpft war?

Oder war es deshalb, weil er mit einer kurzen Lebensdauer rechnete.

Wie dem auch sei, man sah sich angesichts der rapiden Abnahme

der Frage gegenübergestellt :Soll man den Verein auflösen?

Doch Dank des Antrags eines Mitglieds, die Generalversammlung

um 14 Tage zu verschieben, konnte man den bösen Traum von der

Auflösung von sich schieben. In der Zwischenzeit war man nämlich

nicht untätig gewesen, es wurde versucht, neue junge Aktivmitglieder zu finden.

Die Ausbeute dieser Suchaktion ergab, dass man vier Neumitglieder

anwerben konnte. Das Motto, nach dem man den Verein wieder auf

Vordermann bringen wollte, lautete:

Der Verein soll nun wieder mit erneuter Frische zur Blüte kommen.

Um diesem Motto auch gerecht zu werden, setzte man auf den 11.Juli 1926

eine Ausfahrt an den Zürichsee an. Der Start wurde auf 11.30 Uhr festgelegt.

Bei den Vorbereitung zu dieser Ausfahrt, staunte man nicht schlecht,

waren doch 16 Teilnehmer anwesend. Wie war das möglich gewesen?

Des Rätsels Lösung: Dank der sehr lobend sportlichen Einstellung

und aktiver Teilnahme einiger Damen von Fisibach war es möglich,

ein so stattliches Teilnehmerfeld auf die Beine zu stellen.

Bei dieser Ausfahrt kam es dann allerdings noch zu einem kleinen Unfall.

Der aber glücklicherweise glimpflich ablief. Ein Teilnehmer an der Tour

rammte nämlich das Rad einer älteren Dame durch Unachtsamkeit,

so dass daraus ein Sturz resultierte.

Nach der originalen protokollarischen Beschreibung dieses Sturzes hiess es so:

"Beim Sturz musste die Dame den Boden küssen".

Anfangs 1927 entschloss man sich, dass der Kassier das Geld der Vereinskasse

auf einem Sparkassenbuechlein anlegen soll, war doch das Reinvermögen

auf Fr.200.35 angestiegen. In den Jahren von 1926 bis 1932 hatte der Verein

immer wieder Krisen zu überstehen, um nicht doch noch aufgelöst zu werden.

(Kämpfen nicht auch in der heutigen Zeit, 2004, viele Vereine, ums überleben.

Nur sind die Gründe dafür, vielleicht etwas anders gelagert, oder doch nicht).

Es dauerte bis anfangs 1932, bis man den Mitgliederbestand um weitere

6 aufstocken konnte.

Bei den Versammlungen der Anfangsjahre gehörte es zum obersten Gebot,

die SRB- Nadel zu tragen. Der langjährige Präsident, der den Verein

während den Krisenjahre leitete und immer wieder den Versuch

unternommen hatte, den Verein auf Erfolgskurs zu bringen, trat am

12.Juli 1933 von seinem Amt als Präsident zurück.

Für ein Jahr amtete nun ein anderes Mitglied. Doch nach einjähriger

Unterbrechung konnte man den ehemaligen Präsidenten wieder

für das Amt gewinnen.

Neue Statuten mussten 1934 besorgt werden, da die alten unauffindbar waren.

Im Juli desselben Jahres herrschte grosse Aufregung im VMC Fisibach,

die so weit führte, dass einige Mitglieder eine gewisse

Wut nicht verbergen konnten......

 

H.P.SCHUETZ

 

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