Regnerische Ausfahrt zum Stilfserjoch

 

(ps) Eine Gruppe Radler des VMC Fisibach entschloss sich am Radtag Stilfserjoch am Samstag den 28. August mitzumachen. Eigens für diesen Tag wird die Passstrasse für den motorisierten Verkehr von 8.00 bis 16.00 Uhr gesperrt. Das bedeutet also freie Fahrt für jegliche Art von Fahrrädern. Insgesamt waren ca. 7'000 Radler an diesem Tag unterwegs.

Da das Stelvio, wie es in der italienischen Sprache genannt wird, nicht vor unserer Haustüre liegt, entschlossen sich Mario, Beat, Andreas, Beni und Bertle sowie Peter Sibold gleich zu einem 3-tätigen Ausflug. Am Freitagmorgen wurden die Bikes auf das Auto verladen und das Abenteuer konnte beginnen. Trotz dem schlechten Wetter, es regnete in Strömen, liessen es sich die Wagemutigen nicht nehmen und waren frohen Mutes und voller Hoffnung auf eine Wetterbesserung. Schliesslich fuhr man Richtung Süden und da ist es bekanntlich schöner und wärmer. Oder etwa doch nicht?

 

Ofenpass zum einfahren

In Sta. Maria angekommen fielen die vermeintlich letzten Tropfen. Ein kritischer Blick zum Himmel und wenn man genau hinschaute sah es so aus, als würde sich etwas blaues zu erkennen geben. Also schnellstens die Velomontur angezogen und die Räder für die Ausfahrt bereitgestellt. In der Zwischenzeit war die Sonne den Wolken gegenüber siegreich und die Strecke konnte in Angriff genommen werden. Nach etwas mehr als 1 Stunde und 760 Höhenmetern war es geschafft, der Ofenpass wurde erfolgreich bezwungen. Doch ganz ohne Regen ging es nicht vonstatten, sogar aus heiterhellem Himmel gab es gleich nach dem Start einen kurzen Regenschauer. Nach einem kleinen Aufenthalt ging es zurück ins Hotel. Gerade rechtzeitig, denn schon kam ein gewaltiges Gewitter über das Tal herein und Regen donnerte zum Boden. Andreas als Nachzügler, er hatte eine andere Tour gewählt, war zu diesem Zeitpunkt allerdings noch unterwegs und wurde vom Wetter überrascht beziehungsweise geduscht.

 

Stilfserjoch als Höhepunkt

Am Samstag morgen stiess dann Beni zur Gruppe dazu und so konnte das Stelvio zu fünft in Angriff genommen werden. Schon traditionsgemäss goss es beim Start nochmals tüchtig, doch das kann die motivierten Radler nicht mehr bremsen.  Nach einer kurzen Anfahrt kamen wir nach Prad, dem eigentlichen Startpunkt der Tour. Überall wimmelte es von Velofahrern. Jeder suchte sich das richtige Tempo und kämpfte sich zum Gipfel. Zwischendurch musste mal ein Stopp eingelegt werden, sei es zum Bestaunen der Landschaft oder um diese zu Fotografieren und auch mal um die Beine etwas hängen zu lassen und wieder neue Kräfte zu sammeln. Es gab auch sonst einiges zu sehen, konnte doch von den ältesten Drahteseln bis zu den modernsten Bikes und Rennrädern, von Familien mit

Kindern, Einzelkämpfern oder ganzen Gruppen, alles gesichtet werden.  Schliesslich wurde nach 2-3 Regenschauern und knapp 2'000 Höhenmetern von allen erfolgreich der Pass  erreicht.  Schnell warm angezogen, denn auf den 2'760 m ü Meer herrschte doch eine kühle Luft und mit Handschuhen und Kappe ging es gleich an die Abfahrt. Nach einem kurzen aufwärmen im Restaurant auf der Umbrailpashöhe, preschten die Fahrer in zügigem Tempo zurück zum Hotel in Sta. Maria. Dort wurden sie von Bertle empfangen, die leider nicht mitfahren konnte. Glücklich und stolz über das erreichte, genehmigte sich die Gruppe noch ein Feierabendbier, bevor die verbrauchten Kalorien beim Nachtessen wieder aufgetankt wurden.

Am nächsten Tag trennten sich die Wege bereits wieder. Wer noch nicht genug hatte und sich von den Strapazen wieder gut erholt hatte, stieg nochmals auf das Velo.  In Verbindung mit dem Nachhauseweg wurden verschiedene Routen gewählt. So kam es, dass Andreas mit dem Bike einen Teil des Bündner Bike-Marathons in Angriff nahm und Beni und Peter mit ihren Rennvelos nochmals über den Ofenpass bis nach Zernez fuhren, wo sie vom Resten wieder empfangen wurden und die Heimreise individuell antraten. Wie schon letztes Jahr konnten die Radler trotz den Wetterkapriolen ein tolles und fröhliches Wochenende geniessen und schöne Erinnerungen nach Hause mitnehmen. Traditionellerweise gab es im Bären noch einen Abschlusstrunk.

 

 

 

Link zu den Bilder:

 

 

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